Jens Spahn vertritt keine Werte, sondern Abwertungen

Zur Forderung des CDU-Rechtsaußen Jens Spahn, sich für „mehr Family-Mainstreaming statt immer nur Gender-Mainstreaming“ einzusetzen, erklärt der queerpolitische Sprecher der LINKEN in NRW, Jasper Prigge:

In einem heute veröffentlichten Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erklärt der CDU-Politiker Jens Spahn wörtlich „Wir haben ein Problem mit der Wahrnehmung von Wirklichkeit.“ Hier muss man ihm recht geben, dieses Problem haben er und die CDU wirklich.

Anders ist nicht erklärbar, dass Spahn allen Ernstes davon faselt, dass gleichgeschlechtliche Paare in der Bundesrepublik mehr Akzeptanz genössen als „vollzeiterziehende Frauen“. Fakt ist, dass ja gerade CDU und CSU die Öffnung der Ehe für schwule und lesbische Paare ebenso verhindert wie die notwendige Gleichstellung von Frauen und Männern im Erwerbsleben. Benachteiligt sind Frauen, die erwerbstätig sein wollen, nicht diejenigen, die es nicht sein wollen.

Spahn behauptet, er wolle „Werte bewahren“. Faktisch haben sein Auslassungen aber nichts mit Werten zu tun, sondern bestehen aus Abwertungen und Diffamierungen.

Geradezu unerträglich sind zudem Spahns erneuten Angriffe auf Muslime. Akzeptanz und Gleichstellung von Lesben und Schulen werden in der Bundesrepublik nicht durch sie gefährdet, sondern durch die reaktionären christlichen Ideologen in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion,  deren Gefallen ja Spahn gerade mit seinen reaktionären Aussagen finden will.

Spahn wirkt mit seinen Äußerungen mittlerweile wie der psychologische  Musterfall eines um Anpassung bemühten schwulen Mannes, der seine ihm wohl selbst als Makel erscheinende Homosexualität durch Angriffe auf Muslime, selbstbewusst lebende schwule Männer und alternative Lebensweisen zu kompensieren sucht, um in seinem reaktionären CDU-Umfeld akzeptiert zu werden.

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