NRW-Landesregierung muss homo- und transphobe Straftaten endlich als solche erfassen

Während im Bundesland Berlin Straftaten gegen die sexuelle Orientierung ausdrücklich als solche erfasst werden, weigert sich die SPD/Grüne-Landesregierung in NRW, eine entsprechende Erfassung in der Kriminalstatistik vorzunehmen. Der LINKEN-Landtagsabgeordnete Daniel Schwerd fragt nun die Landesregierung in einer Kleinen Anfrage, welche Erkenntnisse sie überhaupt zum Umfang trans- und homophober Gewalt in NRW hat. Hierzu erklärt Daniel Schwerd:

„Es gibt offenbar nicht nur mehr vermehrt Hatespeech und politische Angriffe gegen das Selbstbestimmungsrecht von LGBTTIQ, sondern auch zunehmende Gewalt gegen queere Menschen. Das zeigen die wenigen vorliegenden Zahlen aus anderen Bundesländern. Es ist völlig unverständlich, dass NRW hierzu keine Daten erfasst.“

Der innen- und queerpolitische Specher der Linken in NRW, Jasper Prigge, kritisiert in diesem Zusammenhang die Arbeit von Innenminister Ralf Jäger (SPD) und des Landeskiminalamtes (LKA). Prigge dazu: „Jäger und das LKA blockieren seit Jahren die flächendeckende Einführung von Ansprechpartnern für gleichgeschlechtliche Lebensweisen bei allen Polizeibehörden in NRW. Ohne kompetente Ansprechpartner wird es aber weiterhin so sein, dass viele Delikte gar nicht erst angezeigt werden. Und selbst die Erfassung der gemeldeten Straftaten findet nicht statt. Damit konterkariert Innenminister Jäger seit Jahren die Bemühungen um eine effektive Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben und Schwule in NRW.“

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